Andere Welten
Es ist Sonntag der 21. August 2022. Ich sitze gerade im Wartebereich vor dem Boarding und es kann eigentlich losgehen. Nur der Boardkapitän hat gemeint, dass die Vorbereitungen für den Flug noch nicht abgeschlossen sind, weshalb das Boarding jetzt von 14.15 Uhr auf 14.30 Uhr verschoben wurde. Na mal sehen, wann ich dann wirklich das Flugzeug betrete.
Im Gesamten verlief aber der ganze Tag sehr flüssig. Ein letztes deutsches Frühstück bei meinen lieben Verwandten hier in Frankfurt und dann mit dem Auto zum Flughafen, Terminal 1. Da gab es dann kurz Anfangsschwierigkeiten mit einer Parkhausschranke, aber wir haben einen Platz gefunden und waren pünktlich 11.45 Uhr auf dem Weg zur Gepäckaufgabe.
Mit 22,5 kg ist mein Koffer glücklicherweise noch durchgekommen. Allerdings ist heutzutage auch alles digitalisiert am Flughafen. Also hätte ich ggf. mit dem Automaten an der Aufgabe diskutieren müssen meinen Koffer trotz Übergewicht mitzunehmen.
Die nächste und wohl aufregendste Hürde am Flughafen ist dann wohl der Sicherheits-Check. Natürlich wurde mein großer Rucksack zur manuellen Kontrolle geschickt, weil man wohl Drogen zwischen meinen Büchern vermutete. Zumindest musste ich meinen Pass einem Polizisten vorzeigen, der mir dann aber schließlich eine gute Reise wünschte.
Den Check dann hinter mir lassend genoss ich meine neue Freiheit zum Flug und lief durch zahlreiche Dutyfree-Läden und an Essensständen vorbei bis zum letzten Gate Z25. Und nun sitze ich hier und warte auf das inzwischen auf 14.40 Uhr verschobene Boarding.
Mein Flugzeug: Boeing 747-8
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15.00 Uhr saß ich dann auf meinem Platz und 15.20 Uhr rollte das Flugzeug endlich los. Der gesamte Flug war ziemlich ereignislos, ein paar milde Turbulenzen, ansonsten hatte ich viel Zeit um zu schlafen, nur hatte mein Körper nicht ganz dieselbe Vorstellung, wie mein Hirn und so verbrachte ich elfeinhalb Stunden mehr oder weniger im Ruhzustand und Halbschlaf.
Die Flugroute.
Außerdem hatte ich mich bereits vorher darum gekümmert, dass ich ein asiatisch-vegetarisches Essen serviert bekam und für ein Essen aus der Flugzeugkombüse war es wirklich sehr lecker. Am "Abend" gab es eine Reispfanne mit sehr vielen Gewürzen und am Morgen ein Fladenbrotsandwich. Beides wurde von etwas Obst begleitet.
Ich konnte während des Flugs immer wieder den Himmel beobachten, der sich stetig veränderte. Ich bin praktisch im Schnelldurchlauf durch eine Nacht geflogen. Beim Abflug in Frankfurt war es hell und bei meiner Ankunft in Incheon ebenfalls. Faszinierend unsere Erde.
Auf dem Flug begleitete mich ein Brief, den ich zum Lesen mitbekommen hatte und der mich zu ein paar Tränchen gerührt hat und die wachsame Flugverfolgung meines Vaters von Deutschland aus :)
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Gegen 9.15 Uhr KCT (Koreanische Zeit) sah ich die ersten Inseln, die zum südkoreanischen Boden gehörten.
Und schließlich pünktlich um 9.35 Uhr landeten das Flugzeug am Incheon Airport in der Nähe von Seoul.
Trotz des minimalen Schlafs fühlte ich mich relativ ausgeruht, zumindest nicht müde. jetzt hieß es ein bisschen hoffen, dass ich alle Zettel ausgefüllt hatte und alle Bedingungen erfüllte, um einreisen zu dürfen. Meistens wurde ich allerdings tatsächlich durchgewunken und befand mich bereits eine Stunde später mit knapp 40 kg Gepäck beim Ausgang des Terminal 1, an dem wir angekommen warne. Meine nächsten Missionen bestanden darin das Test-Center für den pflichtgemäßen PCR- Test zu finden, dann einen ATM aufzusuchen mir eine T Money Card zuzulegen (eine Art Prepaid-Karte für die öffentlichen Verkehrsmittel und anderen Spaß in Korea) und dann in die richtige Bahn nach Seoul einzusteigen. Beim Test-Center sagten sie mir, dass ich den PCR-Test kostenlos im nächsten Gesundheitszentrum in Seoul machen solle und auf meiner Suche nach ATM und T Money Card bekam ich nette Hilfe von anderen Reisenden und so saß ich 12.47 Uhr in der Airport Railroad nach Seoul.
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Mein heutiger erster Eindruck von Seoul (heute ist Dienstag, gestern war Montag) ist überschattet von Reizüberflutung und leider leichten Kreislaufproblemen, da mich Flug und Dehydrierung wohl doch etwas mehr mitgenommen hatten, als gedacht. Allerdings konnte ich mich am späten Nachmittag nach dem Check-in in mein Airbnb schließlich doch noch dazu aufraffen gemeinsam mit einer anderen Studentin, die ebenfalls aus Erfurt angereist war, das nächste Viertel zu erkunden. Seoul ist still und laut zugleich, grüner als ich dachte, alles scheint nach einem Plan abzulaufen, obwohl es von unten betrachtet manchmal wie das reinste Chaos aussieht. Nachts ist Seoul (zumindest den Teil, den ich gesehen habe) bunt beleuchtet und aktiv. Ich bin gespannt, was mich in den nächsten Tagen hier noch alles erwarten wird.
Das erste Mahl.
Asiatische Kabellage.
Glas ist derzeit der Architekturtrend.
Hangang Fluss und die andere Seite von Seoul.

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